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  Die Rechte an meiner deutschen Übersetzung inzwischen wieder bei mir. Bitte             melden Sie sich, falls Sie Interesse an einer Neuverwertung haben.

Auszug aus:

Die Kunst des Emaillierens [First Steps in Enamelling] von Jinks McGrath.

Die Kunst des Emaillierens von Jinks McGratjh, ins Deutsche übersetzt von Christiane Bergfeld

Emails sind eine Mischung aus Kieselerde Alkalikomponenten, die die                    Schmelztemperatur der Kieselerde absenken, Bleioxiden, Natrium Pottasche und  Boroxiden. Farblose Emails heißen Fondantemails oder kurz Fondants. Die   Farben entstehen durch Beigabe verschiedener Metalloxide und/oder Farbstoffe    zu den Fondants:

     - Kobaltoxid für Blautöne
     - Kupferoxid für Türkis- und manche Grüntöne
     - Eisen und Gold für Rottöne
     - Platin für Grautöne
     - Mangan für Violettöne
     - Eisen für Braunrot- und manche Grüntöne
     - Uran und Antimon für Gelbtöne
     - Zinn für Weiß
     - Iridium für Schwarz


Aus diesen Mischungen entstehen meist transparente Emails, opake erhält man durch den Zusatz der gleichen Farbgeber und von zusätzlich noch mehr Zinnoxiden, Antimon und Ton. Es gibt auch bleifreie Produkte, die als Werkstoff für Kinder geeignet sind, allerdings ist die Farbpalette nicht so breit, und sie vermischen sich nicht gut mit anderen Emails.
     Die Brenntemperatur, ab der Emails auf Metall haften, hängt von der Farbe ab und auch davon, ob sie transparent oder opak sind. Die Schmelztemperatur richtet sich  ebenfalls nach der Zusammensetzung des Emails. Der Fachhandel klassifiziert  jedes Email durch eine Nummer und den Härtegrad. „Hart“ verweist auf eine hohe,  „mittel“ auf eine durchschnittliche und „weich“ auf eine niedrige Brenntemperatur.
     Kaufen Sie als erste Grundausstattung einfache Farben, darunter ein paar Blautöne (immer leicht zu handhaben), Hellrot, Grün, Gelb, Weiß und Schwarz. Weiße und schwarze Emails sind stets opak, bei den übrigen kann man in der Pegel zwischen transparent und opak wählen. Außerdem brauchen Sie klare Schmelzmittel (Fondants) als Grundschicht für transparente Emails und für die Endglasur. Bei der Auswahl richten Sie sich am besten nach einer Farbtabelle im Fachhandel. Bedenken Sie aber, daß der endgültige Farbton immer auch vom verwendeten Metalluntergrund abhängt und davon, ob Sie ein farbloses Schmelzmittel oder einen weißen Grund nehmen.
     Der Farbton, den das Email als Granulat oder Pulver im Laden hat, ist nicht mit der gebrannten Farbe identisch.
    Die Farbnummern auf den Emailbehältern sind deshalb sehr wichtig. Sie erleichtern Ihnen das Nachbestellen (wenn Sie mit der Farbe zufrieden waren) und die Kontrolle (wenn Sie etwa mehrere Nuance einer Farbe ausprobiert haben).
     Emails gibt es in drei Ausführungen - transparent, opak und opalisierend. Transparente Emails sind lichtdurchlässig und reflektieren den Untergrund. Je heller das Metall vor dem Emaillieren war, desto heller scheint das Email. Die Farbintensität wird mit  jedem neuen Überzug stärker. Opake Emails decken eine Metalloberfläche vollkommen ab, sind also lichtundurchlässig. Nach dem Brand glänzen sie. Opalisierende Emails wirken leicht milchig - eben wie Opale -, wodurch etwas Licht  von der Metalloberfläche reflektiert wird. Um diesen schimmernden Effekt zu erzielen, muß man sie sehr akkurat brennen.   
Diese drei Emailsorten sind sowohl als Granulat wie auch als Pulver erhältlich.
     Das Granulat ähnelt kleinen Glasstückchen. Man bewahrt diese Stückchen in luftdicht verschlossenen Behältern auf. Vor dem Verschließen müssen sie völlig trocken sein. Ich verwende gern Gläser, um sie schon von außen sofort zu erkennen,  doch das Wichtigste sind dicht schließende rostfreie Deckel. Ein mit Rostteilchen verschmutztes Email ist schwer zu reinigen. Bei sachgemäßer Lagerung hält sich das Granulat jahrelang.
     Zum Zermahlen des Granulats benötigen Sie Mörser und Stößel. Man kann Email auch bereits gemahlen und abgepackt kaufen. Weites Mahlen ist dann meist überflüssig doch man sollte es vor Gebrauch schlämmen. Trotz trockener Aufbewahrung in luftdichten Behältern hält es sich nicht so lange wie Granulat.

Für den Anfang empfehle ich Ihnen Emailpulver - es ist schneller gebrauchsfertig, und Sie bekommen rasch ein Gefühl für das Material, wenn Sie es rühren und schlämmen. Emailpulver sollte wie feines Salz gekörnt sein, bevor man es zum Brennen auf Metall legt. Emailpulver ist bereits gemahlen, Granulat müssen Sie mit Mörser und Stößel selbst bis zur gewünschten Körnung mahlen.
      Da beide Emailarten Verunreinigungen enthalten, muß man sie vor Gebrauch schlämmen.  
                  

Design + Text: Christiane Bergfeld, Hamburg. Alle Rechte vorbehalten.
Letzte Aktualisierung: 5. November 2009
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