| Please click the
logo for
the English version. Seit 1985 Übersetzen - Texten - Lektorieren Startseite | Impressum/Kontakt/Haftungsausschluss | AGB Leseproben (Übersicht)| Auswahlliste Belletristik | Auswahlliste Sachliteratur Jugendroman | Kinder- und Jugendsachbuch Untertitelung | Wortspielereien Bildergalerie | Nähkästchen Fachübersetzungen | Referenzen | Links | Rechte Mutters Schatten. Kehraus im Elternhaus von Lorenz Rollhäuser. NDR 2008. Feature von Lorenz Rollhäuser Redaktion: Ulrike Toma Das Feature wurde als bestes europäisches Radiofeature des Jahres mit dem Prix Europa 2008 ausgezeichnet. Mehr Die Übersetzung ins Englische
für die Lesefassung im Wettbewerb habe
ich gemeinsam mit dem kanadischen Kollegenduo Drie
Deyman/Michael Osmann besorgt. Wir arbeiten bereits seit
längerem sehr
erfolgreich zusammen, wenn es um kreative Übersetzungen ins Englische
geht. In meine Muttersprache Deutsch übersetze ich in der
Regel
allein.
HörprobeDen Text des deutschen Originals finden Sie als PDFauf der Website von NDR Info.Was unterscheidet das
Feature eigentlich vom Hörspiel? Das war mir
eigentlich nie klar, obwohl ich beides oft höre.
Anlässlich dieser Übersetzung wollte ich das doch
mal genauer wissen und habe folgende einleuchtende Erklärung
dazu
gefunden:
„Ungeachtet der Ähnlichkeit
von Feature und Hörspiel gibt es einen gravierenden Unterschied. Beim Feature ist
der Stoff selbst nie erdichtet oder erfunden. Das Feature
bewahrt immer dokumentarische Echtheit. Aus journalistischer
Sicht finden sich im Feature die drei Grundformen der aktuellen
Eundfunkarbeit, nämlich Nachricht, Bericht und Kommentar. Das
Feature ist lebendiger als die Nachricht. Es ist, da längerfristig und
aufwendiger konzipiert, oft gründlicher recherchiert als der
normale Bericht.“ Bernd-Peter Arnold
Zitiert nach: mediaculture-online.de DAS FEATURE Mutters Schatten Kehraus im Elternhaus Von Lorenz Rollhäuser NDR 2008 Das Haus still, nur der Klang meiner Schritte: Der Vater vor vier Jahren gestorben, und nun auch die Mutter im Pflegeheim. Zum ersten Mal allein hier, in diesem vollgestellten Einfamilienhaus: 200 qm, dazu Keller und Dachboden, seit Jahrzehnten nicht mehr richtig aufgeräumt. Das wird jetzt unsere Aufgabe sein. Häkeldeckchen, Schnapsgläser aus Stettin, vergilbte, blasse Fotos. Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit, eine Jugend Ende 60er-, Anfang der 70er-Jahre in der deutschen Provinz. Zusammen mit meinem Bruder leere ich das Haus. Wir sortieren, verhökern und entsorgen das Leben der Eltern, ihre Geschichte, das ganze Inventar bürgerlicher Kultur, und wir beschäftigen uns bei dieser Gelegenheit noch einmal mit unserer Geschichte. Die Mutter weiß von all dem nichts. Sie wähnt sich die meiste Zeit noch immer in Münster, lebt nun tatsächlich in Berlin. Sie ist sanft geworden, zerbrechlich. Kein Grund mehr zu streiten. Der Prix Europa
zeichnet die besten europäischen Fernseh-, Radio- und
Internetproduktionen aus. Einst von zwei Institutionen gegründet, zählt
der Preis heute 25 Träger zu seiner Allianz, darunter sind der
Europarat, das Europäische Parlament und die Europäische
Kulturstiftung. Ziel ist es, unter dem Markenzeichen
„Made in Europe“ das breite Spektrum europäischer Produktionen widerzuspiegeln,
grenzüberschreitende Programmtrends erkennbar zu machen und
Qualitätsprogrammen ein Forum zu geben. Das Festival wurde
1987 ins Leben gerufen und hat sich seither zum
wichtigsten europäischen Wettbewerb für Fernsehen, Radio und Internet entwickelt.
* Design + Text: Christiane Bergfeld, Hamburg. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Aktualisierung: 24. September 2009 ![]() |